Offener Brief des Deutschen Marinebundes e.V. an den Bundesminister der Verteidigung

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In den vergangenen Tagen hat es viel Unruhe in der Bundeswehr gegeben. Insbesondere der Fall der am 07. November tödlich verunglückten Offizieranwärterin auf der Gorch Fock beschäftigt die Medien.

Karl Heid,  Präsident des Deutschen Marinebundes e.V wandte sich deshalb gestern in einem offenen Brief an den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg.

Wie schon beim Luftangriff von Chahar Darreh und Oberst Georg Klein, ist die Berichterstattung auch im Falle von Kapitän z. S. Norbert Schatz von Vorverurteilung geprägt.

Selbstverständlich ist eine vollständige Aufklärung des Vorfalles und der mutmaßlichen Meuterei wichtig und notwendig. Doch die Mitglieder des DMB sind besorgt über die äußerst negative Darstellung der Ausbildung auf der Gorch Fock und fordern stärkeren Rückhalt für den Kommandanten durch seinen Dienstherrn. Dieser hat gestern in der Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages Stellung zur Aufklärung des Unfalls auf der Gorch Fock, des Schießunfalls in Afghanistan und der geöffneten Feldpost genommen. Dabei stellte er klar, dass Kapitän z. S. Schatz unverändert Kommandant der Gorch Fock sei, derzeit jedoch von seiner Verantwortung entbunden ist.

Besorgt um die Zukunft der in den Medien in Zweifel gezogenen Zukunft der Gorch Fock hebt der Präsident des DMB die positiven Aspekte der Ausbildung auf dem Segelschulschiff hervor und geht gleichzeitig auf die Rolle der Gorch Fock als friedliche Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland ein:

Der Marinesoldat ist mehr als jeder andere Bundeswehrangehörige von den Naturelementen, von der Gewalt von Wind und Wellen abhängig. Diese Erfahrung kann er am besten auf einem Segelschulschiff gewinnen. Hier lernt der angehende Marineoffizier vor allem aber, wo seine eigenen physischen und psychischen Grenzen liegen und was geschieht, wenn diese Grenzen erreicht werden. Hier wird er für die Teamarbeit befähigt, da ein Segelschiff nur zu bewegen ist, wenn im wahrsten Sinne des Wortes „Alle an einem Strang ziehen“.

Während der DMB eine lückenlose Aufklärung der Anschuldigungen und Missstände fordert, und sich wünscht, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, befürchten seine Mitglieder, dass eine objektive Klärung der Sachlage durch die bereits in der Öffentlichkeit diskutierten möglichen Umstände und Mutmaßungen nur schwer möglich sein wird.

Zum offenen Brief von Karl Heid, Präsident des DMB, geht es hier.

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