Feierliches Gelöbnis am 66. Jahrestag des gescheiterten Hitler-Attentates

Heute findet das feierliche Gelöbnis von rund 420 Rekruten vor dem Reichstag statt. IBuK Karl-Theodor zu Guttenberg und Ewald-Heinrich von Kleist werden zu den Rekruten sprechen. Von Kleist ist der letzte lebende Mitverschwörer aus dem Kreis um Stauffenberg. Eine Live-Übertragung gibt es von 18.30 bis 19.45 Uhr auf Phoenix.

Die Wehrdienstleistenden geloben dabei nach §9 im Soldatengesetz
„…der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

Für Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit heißt die Eidesformel
„Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen [, so wahr mir Gott helfe].“

Feierliches Gelöbnis am 20. Juli 2010

Früher fand das Gelöbnis fast ausschliesslich in den Kasernen statt. Von 1999 bis 2007 wurde es öffentlichkeitswirksamer im Bendlerblock in Berlin abgehalten – an der Gedenkstätte für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und der Stelle, an der die Attentäter um Stauffenberg am 20. Juli 1944 hingerichtet wurden. Die Bundeswehr bekannte sich damit auch immer wieder zu ihrem Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Seit 2008 wird das Gelöbnis allen Widerständen (auch des Grünflächenamtes von Berlin) zum Trotz vor dem Reichstagsgebäude abgehalten. Damit soll sowohl das Gelöbnis als auch die Wehrpflicht mehr in das öffentliche Leben rücken.

Bildquelle:
Bundeswehr-Fotos. (20. Juli 2010). Feierliches Gelöbnis. Flickr.

4 Antworten zu “Feierliches Gelöbnis am 66. Jahrestag des gescheiterten Hitler-Attentates

  1. Ich frage mich zunehmend woher immer wieder die Betitelung „letzter Verschwörer“ kommt, die schon für Phillipp Frhr. v. Boeselager oft verwendet wurde. Mir scheint, dass das keiner je wirklich recherchiert hat und daher im Kampf um tolle Headlines immer wieder gerne verwendet wird. Mal sehen wieviele „Letzte“ da noch in den nächsten Jahren auftauchen…

    • Ich habe mich auch darüber gewundert, weil auch meiner Meinung nach Philipp Freiherr von Boeselager der „letzte Verschwörer“ war – denn so wurde es ja zumindest im Zusammenhang mit der Berichterstattung um seinen Tod 2008 geschrieben. Focus und Co. berichten heute jedoch über von Kleist. Entweder ist da etwas dran, oder man suchte noch einen zweiten Sprecher nebem dem IBuK der zu einem 20. Juli irgendwie dazu gehört…

      • icharbeitegern

        Grundsätzlich ist es ja egal, wer nun wirklich der letzte Überlebende ist. Zumal die Frage, wer in den inneren Kreis des Widerstandes gehört sowieso eher akademischer Natur ist und damals sicher im zeitlichen Verlauf eher sehr dynamisch gewesen sein dürfte, je nach Zeitpunkt und aktuellem Planungsstand.
        Für mich zeigt dieser Punkt vor allem wie schlecht recherchiert wird oft und wie leicht es ist durch den Drang zu einer guten Headline „Realitäten“ zu schaffen. Wenn ein halbwegs respektiertes Medium das so schreibt isses Stunden später in zig Medien so zu lesen, überprüft wird da wenig. Manchmal will ich gar nicht wissen wie das bei anderen Nachrichten läuft die noch schwieriger zu verifizieren wären…..

  2. Great information🙂

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